Welt der Kräuter – ein Tor zur Natur

Von am 24. April 2024 0

Die Natur – was bietet sie uns nicht alles an Köstlichkeiten? Dabei spielt die Welt der Kräuter, die auch gerne als geheime Welt bezeichnet wird, eine große Rolle. Egal, ob Zitronenmelisse, Guter Heinrich, Salbei, Löwenzahn oder Ringelblume und Thymian, sie alle tragen ihren Part dazu bei. Diese Liste ließe sich noch beliebig ergänzen, aber was fasziniert eigentlich so an dieser einzigartigen Welt?

Welt der Kräuter – würzig, geschmackvoll und mitunter auch ein bisschen mystisch

Das Wissen um die Kraft der Kräuter und Pflanzen ist seit Jahrhunderten allgegenwärtig. Schade, dass es lange ein wenig in Vergessenheit geraten war und umso erfreulicher, dass das Besinnen auf ihren gesundheitlichen Nutzen heute wieder vermehrt Fahrt aufnimmt.

Immer häufiger begegnen uns Kräuter als sanfte Alternative zur Schulmedizin – und das ist gut so! Dieser Aspekt beruht auf der Tatsache, dass auch die Wissenschaft mittlerweile positiv zu ihren Heilkräften steht, sie kontinuierlich erforscht und bereits anerkannt hat.

Natürlich ist auch die geschmackliche Chance nicht von der Hand zu weisen. Nicht nur dass viele Kräuter hervorragend schmecken, durch sie erhält auch so manches Gericht einen raffinierten Touch. Des Weiteren lassen sie sich zu wohlduftenden und wunderschönen Dekorationen im Haus verarbeiten.

Kurzum, schon unsere Großmütter wussten, dass dieses Wissen unbedingt weitergegeben werden musste, zumal Kräuter in Bade-Ölen, Cremes und anderer Kosmetika immer schon als natürliche Schönmacher galten, die leicht selbst herzustellen sind.

Kräuter und Gewürze – Unterschiede einfach erklärt

Nicht nur, dass Zimt als ein magisches Gewürz gilt, denn Genussmenschen geraten immer wieder ins Schwärmen, wenn sie nur an Glühwein im Winter oder duftendes Gebäck denken. Nein, auch Gewürze sind aus Küche, Medizin oder Kosmetik nicht wegzudenken – sind sie doch oft das berühmte „Salz in der Suppe“!

Was unterscheidet Kräuter von Gewürzen?

Laut Definition handelt es sich bei Kräutern um Blätter, Sprossen oder Blüten bzw. Teile davon. Gewürze definieren sich dagegen über Blüten, Knospen, Früchte, Wurzeln, Wurzelstöcke, Rinden, Samen, Zwiebeln oder Teile davon, die – vorwiegend in getrockneter Form – aus ihnen hergestellt werden.

Wenn es auch Ihnen bereits passiert ist, dass sie Petersilie, Rosmarin, Salbei, Basilikum und Thymian im eigenen Garten ziehen, aber Ihnen die Ernte im Sommer sprichwörtlich über den Kopf wächst, dann ist es an der Zeit, sich nicht damit zu begnügen, im Winter nur den Supermarkt aufzusuchen.

Das muss wirklich nicht sein, denn eine Mikrowelle oder ein Backofen genügen schon, um sich auch im Winter am gesunden „Grünzeug“ zu erfreuen.

Das Zauberwort heißt dann „Gewürze“, denn frisch gepflückte Kräuter im Sommer verwandeln sich wie von Zauberhand in geschmackvolle Küchen-Gewürze, die sich an einem kühlen und lichtgeschützten Platz oft bis zu sechs Monate halten.

Sicher, verzehrfertiges Pesto ist heute überall zu erwerben. Wer jedoch die mediterrane Atmosphäre des letzten Urlaubs „konservieren“ möchte, greift auf gartenfrische Zutaten zurück, die eigenhändig zubereitet, für eine wahre Geschmacksexplosion sorgen. Kochen mit Kräutern & Gewürzen ersetzt nicht nur die immer gleiche Tomatensoße auf Pizza, Pasta & Co., sondern steht für eine experimentierfreudige Küche der neuen Art.

Übrigens macht auch ein Thai-Öl durch sein spezielles, frisch würziges Aroma die Kräuter-Welt bunter und interessanter. Alles, was Sie dazu brauchen ist eine Mischung aus Zitronengras, Koriander und Peperoni, die drei klassischen Zutaten der thailändischen Küche.

Exotische Salatdressings sind damit genauso schnell gezaubert wie Currygerichte und asiatische Ragouts, denn es verleiht, mit Olivenöl oder Sonnenblumenöl vermengt, einen köstlichen Beigeschmack.

Natürliche Schönheitsprodukte selbst gemacht: Kräuter in der Kosmetik

Kräuter und Gewürze machen aus einfachsten Gerichten raffinierte Leckerbissen. Aber auch die Kosmetik profitiert in Form von Shampoo, Peeling-Maske, Körperpuder und Bade-Öl.

Für kleines Geld können diese Produkte mit Kräutern, Pflanzen und weiteren natürlichen Zutaten selbst hergestellt werden. Sicher, ein wenig Zeit muss schon mitgebracht werden, aber auch der Spaßfaktor weist den Weg zum Wohlfühlen.

Duftende Haarspülungen aus Rosmarin und Salbei stehen für natürliche Pflege, duften gut, wirken antibakteriell, helfen gegen Schuppen und sorgen für eine gesunde Kopfhaut. Und obendrein verleihen sie dem Haar seidigen Glanz.

Aber auch ein Bade-Öl aus Rosen und Lavendel ist nicht zu verachten, das nicht nur als Entspannungsbad vor dem Schlafengehen gute Dienste leistet – aber Vorsicht: Bitte nicht schon in der Badewanne einschlummern…

Was halten Sie von einem kleinen, aber feinen Kräuter-Parfum? Ein paar ätherische Öle, Alkohol und Wasser genügen, um individuelle, traumhafte Duftnoten herzustellen und vielleicht als originelles Geschenk für Freunde zu nutzen.

Hmmm, eine Gesichtsmaske aus Erdbeeren und Minze – wer kann da schon widerstehen? Und auch beruhigende Augencremes und ein Duft-Peeling aus Haferflocken, Orangen, Rosen und Thymian sind nicht weniger attraktiv – verpassen Sie Ihrem Körper doch einmal eine duftende Abreibung!

Und last, but not least punktet auch das Multitalent Orangenbalsam für die Lippen mit Feuchtigkeit, ein Haarwasser aus Pampelmusenöl, Buchsbaum und Lorbeer, denn der zitronig-herbe Duft verspricht nicht nur Belebung für Haare & Kopfhaut, sondern verwöhnt auch die Nase.

Auch eine Minze-Creme kann übrigens verantwortlich zeichnen für das Verwöhnen von normaler bis trockener Haut, ganz abgesehen von einem belebenden Kräuter-Shampoo, das stumpfes Haar wieder glänzen lässt. Glänzen werden auch Ihre trockenen Hände, wenn sich Kokosfett, Oliven-Öl, Orange und Pomeranzenblüten-Öl – auch als Neroli-Öl bekannt – vereinen.

Die Kraft der Kräuterapotheke: Traditionelle Heilkunde modern genutzt

An der guten Heilkraft von Pflanzen und Kräutern zweifelt inzwischen niemand mehr. Heute basieren hochwirksame Medikamente auf traditionellen pflanzlichen Rezepturen. Es ist leicht geworden, damit den Organismus zu stärken und viele Beschwerden zu lindern – ganz ohne den Körper durch unerwünschte Nebenwirkungen zu belasten! Jedoch sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Kräuterapotheke einen Arztbesuch ergänzen, aber nicht ersetzen kann.

Wussten Sie schon, dass die frühen Kräuterfrauen ihr großes Wissen auch gerne als Hebammen nutzten? Damit stellten sie so manchen Arzt des Mittelalters in den Schatten und galten als viel heilkundiger als diese – allerdings brachte ihnen ihr Wissen nicht nur Freude, denn oft wurden sie als Hexen abgestempelt, denen nicht selten ein Ende auf dem Scheiterhaufen drohte.

Einen kleinen Kräutergarten für den Hausgebrauch anzulegen, ist wahrlich nicht der Hexerei zuzuschreiben. Meist reichen schon ein paar Töpfe auf Balkon & Co., damit ein kleines Kräuterparadies die Sinne erfreut.

Zumeist lassen sich damit schon heilsame Dämpfe aus Bergamotte, Eukalyptus, Kamille, Kiefer, Lavendel, Melisse, Pfefferminze, Thymian, Majoran, Myrrhe, Sandelholz, Teebaum, Zitrone und anderen Kräutern und Ölen für die Atemwege genießen.

Minze-Tee eignet sich gut für den Magen und Grüne Minze bzw. Pfefferminze helfen bei Sodbrennen und Übelkeit.

Die anregenden Eigenschaften von Süßmandel-Öl und Wacholder-Öl plus ein paar Kerzen, leiser Musik und einem netten Menschen, der massiert – wirken sich wohltuend auf Körper und Seele aus.

Und auch der Ausspruch „Ich habe Rücken“ verschwindet ganz von alleine, wenn getrocknete Baldrianwurzel, getrocknete Salbeiblätter, getrockneter Rosmarin, getrocknete Kamille, frischer Ingwer und Sonnenblumenöl auf ätherische Öle, wie Eukalyptus, Kampfer, Wintergrün, Ingwer, Kamille und Muskatellersalbei, auf einen Massageroller oder helfende Hände treffen.

Kleineren Wehwehchen – wie Halsschmerzen, Aphten oder schwammiges Zahnfleisch – muss nicht gleich mit schwerem Geschütz begegnet werden. Ein Aufguss aus getrockneten Salbeiblättern wirkt wahre Wunder!

Natürlich Wohnen und Dekorieren mit Kräutern – Tipps für ein gesundes Zuhause

Sie schwärmen für Potpourris, die ihren herrlichen Duft entfalten? Das trifft sich gut, denn die Welt der einzigartigen Kräuter hat auch sie und noch so viel mehr zu bieten…

Wohlriechende Möbelpolituren treffen dabei auf chemiefreie Putzmittel und eine natürliche Insektenbekämpfung. Stöbern Sie nach Herzenslust in Anregungen wie Sie mit natürlichen und einfachen Mitteln schöner und umweltfreundlicher wohnen können.

Ein buntes Potpourri, das ein hinreißendes Aroma verströmt, ist genauso gefragt wie ein natürlicher Mottenschutz aus frischem Rosmarin, Lavendel und Wermut, dem noch Zimtstangen, Iriswurzelpulver, Gewürznelken und Lavendel- sowie Rosmarin-Öl zugemischt wird. Die gehackten Kräuter in ein hübsches Taschentuch gefüllt, bieten Motten keine Chance.

Viele Pflanzen und Kräuter sind auch getrocknet eine Augenweide und verleihen Blumenarrangements und Sträußen einen besonderen Duft. Exemplarisch dafür steht eine aromatische Kräuterbox, die duftenden Lavendel und Salbei vereint und auch als Dekoration eine gute Figur abgibt.

Insekten mögen es übrigens gar nicht, wenn sie mit natürlichem Flohpuder aus stark riechenden, getrockneten Kräutern überrascht werden – ein Mittel, das Insekten vertreibt und Hund & Katze besser schnuppern lässt.

Das natürliche Leben und Wohnen punktet auch mit duftenden Kiefernzapfen, Südfrüchten mit Gewürznelken, einem Schicht-Potpourri aus Narzissen-Blüten, Zitrus-Schalen, Hopfenzapfen, getrockneten Paprikaschoten und Ingwer- und Orangen-Öl. Mit Kräutern und Pflanzen zu dekorieren, gilt als Wonne und als Aspekt, der viel zu schade ist, um ihn nicht zu probieren!

Auch ein starkes Raumspray aus ätherischen Ölen – wie Eukalyptus-, Pfefferminz- und Lavendel-Öl – ist schnell zubereitet. Jedoch ist auch die traditionelle Bedeutung nicht zu unterschätzen, weil Lorbeer einen starken Fokus verdient hat. Traditionelle Werte sind oft in alten Büchern verankert, in denen sich das Entdecken & Stöbern lohnt…

Die Rolle der Kräuterfrauen: Ein Einblick in historisches und modernes Wissen

Ganz neues Wissen und vielleicht noch etwas mehr vermittelt das Buch „Unsere Kräuterfrauen“, denn es zeugt von modernen und faszinierenden Kräuterfrauen.

Es vermittelt nicht nur das Wissen, sondern auch Rezepte – eine moderne Hommage an altes Wissen in spannenden 25 Porträts aus dem Alpenraum festgehalten. Unbedingt lesenswert und sehr interessant!

Es ist schön, wenn Tradition wieder einmal auf Moderne trifft und das geschriebene Wort in den Fokus gerät. Gönnen Sie sich diese Lesefreude und entdecken Sie viel Neues, vielleicht auch Bekanntes und natürlich Spannendes!

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